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IPPNW Österreich (OMEGA)

International Physicians for the Prevention of Nuclear War - Austria

 
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 Seit dem 6. August 1945, als die erste Atombombe Bombe in Hiroshima mit einem Schlag das Leben von über 100.000 Menschen vernichtete und Jahre später Hunderttausende an Krebs erkranken ließ, leben wir mit der Bombe.
Heute mit ca. 30.000 Bomben verteilt über die Erde, die meisten davon mit wesentlich größerer Sprengkraft als die Hiroshima-Bombe.

 

Die Atomwaffenstaaten

Etwa 90% aller Atomwaffen sind etwa zu gleichen Teilen im Besitz Russlands und der USA.
Weitere offizielle Atomwaffenstaaten sind Großbritannien, Frankreich und China.

Diese fünf Staaten, die zugleich die ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats sind, haben sich im Nichtverbreitungsvertrag für Atomwaffen von 1968, Art. VI, verpflichtet ihre Nuklearwaffenarsenale abzubauen bis zur vollkommenen Vernichtung.
Sie sind aber, abgesehen von einigen kleineren Maßnahmen, dieser Verpflichtung nicht nachgekommen.
Indessen haben Staaten wie Indien, Pakistan und Israel auch Nuklearwaffen produziert und haben den Beitritt zum Nichtverbreitungsvertrag und anderen internationalen Verträgen verweigert.
Als jüngste potentielle nukleare Gefahrenherde werden Nordkorea und der Iran gesehen.

Der Kampf gegen die Gefahr der nuklearen Vernichtung

Albert Einstein, Albert Schweitzer, Joseph Rotblat und Bertrand Russel sind nur einige der frühen Warner vor der Gefahr der atomaren Vernichtung der Welt.

1980 gründete der US-amerikanische Kardiologieprofessor Bernard Lown von der Harvard – Universität gemeinsam mit seinem russischen Kollegen Jewgenij Tschasow die IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) mit dem Ziel, weltweit Aufklärung über die drohende Atomwaffengefahr zu betreiben und sich für rasche Nuklearwaffenabrüstung einzusetzen. Diese Initiative wurde 1985 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.

Gemeinsam mit anderen Organisationen wurden manche Teilziele erreicht:

1984 erklärt die WHO die Atomkriegsgefahr zur größten Gefahr für die Gesundheit der Menschen.
1996 führen jahrelange Proteste zum umfassenden Atomteststop-Vertrag
1996 erklärt ein nach vierjähriger Kampagne erreichter Spruch des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag Einsatz und Androhung von Atomwaffen für menschenrechtswidrig
1997 wird der Vertragsentwurf für eine Atomwaffenfreie Welt, die so genante Draft Nuclear Weapons Convention in der UNO vorgestellt.
1999
In Österreich wird das Atomsperrgesetz Verfassungsgesetz
2000 Verpflichten sich die Nuklearwaffenstaaten in der (alle fünf Jahre stattfindenden) Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag von Nuklearwaffen (s.o.) zur Umsetzung von 13 konkreten Schritten am Weg zur Nuklearen Abrüstung.

Und heute?

Während die genannten Etappenerfolge gemeinsam mit bilateralen Abrüstungsverträgen zwischen den USA und Sowjetunion/Russland als Fortschritte gesehen werden können, ist mit der erfolglos endenden Überprüfungskonferenz 2005 eine neue Nukleare Eiszeit angebrochen.

Während die großen alten Nuklearmächte auf Nordkorea und den Iran zeigen, verweigern sie die Umsetzung bereits eingegangener Abrüstungsverpflichtungen. Aus der Sicht der potentiell neuen Nuklearwaffenstaaten und vieler Nicht-Nuklearwaffenstaaten ist dies ein Beweis, dass die internationalen Verträge von den Mächtigen ohnehin nicht eingehalten werden. So entsteht ein neues Risiko für die Weiterverbreitung.

Auch in Europa leben wir immer noch mit der Bombe: Obwohl Russland nach der Wende alle Nuklearwaffen aus den übrigen osteuropäischen Staaten abzog, gibt es in Westeuropa in den NATO-Staaten noch hunderte einsatzbereite Nuklearwaffen, die ein permanentes Risiko darstellen.

Es ist die Aufgabe von uns, Mitgliedern der Zivilgesellschft, auf diese immer noch existierende Gefahr hinzuweisen und uns gemeinsam mit anderen Friedenswilligen über alle Staaten der Erde für ein endgültiges weltweites Nuklearwaffenverbot einzusetzen.

  • Nuklearwaffen sind Waffen des Massenmordes, die im Widerspruch zum Völkerrecht stehen!
  • Unterstützen Sie laufende Kampagnen für nukleare Abrüstung!
  • Sprechen sie mit Ihren Freunden und Bekannten!
  • Helfen Sie mit, eine nuklearwaffenfreie Welt einzufordern!

 

Lesen sie weiter:

Was kann ich tun?

 

Newsflash

Am 9. Juni 2018 findet im Linzer Volksgarten ab 12 Uhr wieder das Fair Planet Fest statt. Am Sommerfest für Menschen, Tiere und Umwelt wird auch dieses jahr wieder die IPPNW Österreich (OMEGA) mit einem Stand vertreten sein. Ausserdem werden wir, gemeinsam mit anderen Organisationen, eine Aktion zum 175. Geburtstag von Bertha von Suttner gestalten!

Wir freuen uns auf Euren Besuch! 

Weitere Informationen und Fotos zum Fair Planet vergangener Jahre findest Du auf: http://fairplanet.at/

 
26. September ist "International Day for the Total Elimination of Nuclear Weapons" 
http://www.un.org/en/events/nuclearweaponelimination/
"The consequences of any further use of nuclear weapons, whether intentional or by mistake, would be horrific. When it comes to our common objective of nuclear disarmament, we must not delay -- we must act now."

Secretary-General Ban Ki-Moon

 
Die IPPNW ist seit Jahren im Prozess zur Einführung des globalen Waffenhandels- Standards ATT (Arms Trade Treaty) beteiligt. Hier die Neuigkeiten der letzten Monate dazu:

Mit August werden 85 Staaten (von 193 UN Mitgliedsstaaten) das ATT Ratifiziert haben.

In den letzten informellen Treffen im Mai und Juni wurde über die Veröffentlichung der jährlichen Berichte zu Waffen Exporten, Importen und Transits diskutiert. Inwiefern diese der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und welche Details die Berichte enthalten sollen ist noch unklar.

Für uns ist eine möglichst umfassende Veröffentlichung eines der Hauptanliegen, da nur durch Transparenz ein Waffenhandelsabkommen sinnvoll und kontrollierbar ist.

Von 22.-26. August 2016 findet die 2. Conference of State Parties in Genf, dem Sitz des ATT Sekretariats, statt (Wie Sie sich vielleicht erinnern können, hat auch das österreichische Außenministerium angeboten, das ATT Sekretariat zur Verfügung zu stellen – die Wahl fiel dann aber auf Genf).

Im Vorfeld dieser jährlichen Evaluierungskonferenz werden wir uns wieder mit den österreichischen Vertretern des Aussenministeriums intensiv in Verbindung setzen um unsere Forderungen für mehr Transparenz, aktive Einbindung der NGOs und für strikte Einhaltung der Vereinbarungen einzubringen.



 
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