Einladung zum
Österreich_Forum.Frieden&Gewaltfreiheit # 1
"Widerstand dem globalen Krieg - Allianzen für den Frieden bilden"

Am 26. und 27. Oktober 2002
Universität Graz - ReSoWiZentrum,
Universitätsstraße 15; 8020 Graz

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Dieses FriedensForum soll die erste einer jährlich einmal stattfindenden österreichweiten Tagung der Friedensbewegungen sein. Ziel ist es, durch Informationsaustausch über laufende Vorhaben und Aktionen sowie durch gemeinsame Aktivitäten die Friedensbewegten besser zu vernetzen, unsere Arbeit wiederzubeleben und neue FreundInnen und Kräfte zu gewinnen. Geplant ist u.a. die Verabschiedung eines "Kommuniqués" der Friedensbewegungen sowie die (verstärkte) Einbeziehung der globalisierungskritischen Kräfte, die sich gegen die neoliberale Wirtschaftsform wenden.Am zweiten, österreichspezifischeren, Tag wird "EU-Militarisierung, Euro-Armee und NEUTRALITÄT" das Hauptthema darstellen. Es soll aber nicht nur die österreichische Situation diskutiert werden, auch wenn diese sicher im Vordergrund steht, sondern durch die Einbeziehung von ReferentInnen aus dem Ausland eine Erweiterung des Blicks gesucht werden, weshalb auch "Widerstand dem globalen Krieg - Allianzen für den Frieden bilden" der Gesamttitel des ersten Forums ist.

Die US-Administration hat ja nach dem 11. September einen "nicht-endenden Krieg" angekündigt, die Bombardierung Afghanistans - wo auch nach wie vor Soldaten aus dem neutralen Österreich stationiert sind - ist keineswegs zu Ende, die Benennung des Irak als unmittelbares Kriegsziel und die anderen Drohungen der Kriegsherren - auch der EU-europäischen - im sog. "Globalen Krieg gegen den Terror" sind in guter Erinnerung.

Die unerträgliche Eskalation der Situation im Nahen Osten, die aggressive Besetzung palästinensischer Gebiete durch die israelische Armee und die Tatsache, daß Verhandlungslösungen immer unerreichbarer scheinen, drängt zu gemeinsamen Aktivitäten von Friedensbewegungen. Mit dem FriedensForum wollen wir einen breiten Verständigungsprozeß zu diesen Fragen beginnen.

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PROGRAMM:

SAMSTAG, 26. OKTOBER 2002

13.30 Uhr: Begrüßung und Eröffnung

14.00 Uhr: "Friedensbewegungen und der Prozeß der Sozialen Foren" mit Einleitungsreferaten von Horst Eberhard Richter (IPPNW & ATTAC-Deutschland) Peter Strutynski (Friedensratschlag, Uni Kassel)
Moderation: Gudrun Harrer (Der Standard)

16.00 bis 18.00 Uhr: Arbeitskreise

A - Integrativer Arbeitskreis zu Friedensbewegungen und der Prozeß der Sozialen Foren, unter Mitwirkung von H.E. Richter; Moderation: Andreas Pecha (Friedensbüro Wien)

B - Claudia von Werlhof (Uni Innsbruck): Globalisierungskritik aus feministischer Sicht; Moderation: Claudia Krieglsteiner (Wr. Friedensbewegung)

C - Strategien gegen den globalen Krieg am Beispiel der Friedensbewegungen in Israel / Palästina; mit Amos Gvirtz (Versöhnungsbund Israel) und Noah Salameh (Versöhnungsbund Palästina); Moderation: Hildegard Goss-Mayr (österr. Versöhungsbund); in englischer Sprache!

D - 500.000 Tote jährlich und wer trägt die Verantwortung? - Fakten zur Analyse der verheerenden Folgen von kleinen und leichten Waffen. Österreichs Anteil daran und sein möglicher Beitrag zu einer Prävention (Österreichische MedizinerInnen gegen Gewalt und Atomgefahren - IPPNW-Öst. gemeinsam mit Österr. Versöhungsbund) mit Klaus Renoldner (Vorsitzender von OMEGA),
Moderation: Herbert Peherstorfer (Versöhnungsbund)

E - Die Einrichtung von European Peace Corps als zivile Alternative zu militärischem Peace-keeping bzw. Peace-enforcement mit Christine Schweitzer (Nonviolent Peaceforce); Moderation: Hans-Anton Ederer (Pax Christi Stmk.)


Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr Buffet


19.30 Uhr: Podiumsdiskussion:
"Globaler Krieg - Globaler Widerstand: Strategien gegen die neue Weltordnung"

Mit:
Amos Gvirtz (Versöhnungsbund Israel)
Noah Salameh (Versöhnungsbund Palästina)
Claudia von Werlhof (Universität Innsbruck)
Christine Schweitzer (Nonviolent Peaceforce)
Peter Strutynski (Uni Kassel)
Moderation: Hannes Hofbauer

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SONNTAG, 27. OKTOBER 2002

8.30 Uhr: Ökumenisches Friedensgebet (ChristInnen für die Friedensbewegung)

9.15 Uhr: "EU-Militarisierung, Euro-Armee, NEUTRALITÄT"
Franz Leidenmühler (Völkerrecht, Uni Linz.)
Karl Kumpfmüller (Grazer Büro für Frieden und Entwicklung) Christian Wlaschütz (Iustitia et Pax)

Anschließend: Plenum, offene Debatte bis 12.15 Uhr.
Moderation des Vormittags: Claudia Krieglsteiner und Thomas Roithner.

12.15 - 13.00 Uhr: Besprechung und Verabschiedung des Kommuniqués.

Ende der Konferenz

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Veranstaltet wird die Konferenz von: ARGE Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit, ATTAC-Österreich, Friedensbüro Salzburg, Friedensbüro Wien, Friedenswerkstatt Linz, Grazer Büro für Frieden und Entwicklung, Internationaler Versöhungsbund - österr. Zweig, Iustitia et Pax, OMEGA/IPPNW - Österr. MedizinerInnen gegen Gewalt und Atomgefahren, Österreichische Friedensdienste, Österreichische HochschülerInnenschaft - Uni Graz, Pax Christi Österreich.

Mit Unterstützung durch: Abflug!, ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus, Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, ChristInnen für die Friedensbewegung, Deserteurs- und Flüchtlingsberatung, Evangelische Akademie Wien, Forum Lebens- und Sozialberatung - Elternwerkstatt, Frauen in Schwarz (Wien), Friedensinitiative 14/15, Friedensinitiative 22, Hiroshima Gruppe Wien, Kinderstimme, LehrerInnen für den Frieden, Österreichischer Friedensrat, "Radio Helsinki", Steirische Friedensplattform.

Sponsoren: Grüne Akademie (Graz), Grüne Bildungswerkstatt, KPÖ, Renner Institut, SJÖ, Stadt Graz

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Anmeldung an:

Österreichische Friedensdienste
Maiffredygasse 11, 8010 Graz
Tel (0316) 38 22 58
Fax (0316) 93 17 51
e-mail: oefd@Eunet.at

Bitte Name, Adresse (evtl. Telnr.) angeben.
Schlafplätze mit Schlafsack (!) sind vorhanden:
1 Nacht zu E 7.-, 2 Nächte zu E 10.-, 3 Nächte (Anreise 25.10., Abreise 28.10.)E 13.-

Wer selbst bucht:
Grazer Tourismusgesellschaft: +43/(0)316 - 8075-10
Online buchen auf
 www.graztourismus.at
Jugendgästehaus: +43/(0)316 - 714 876
Bitte im reply bekannt geben!

Wer am 26. / 27. nicht teilnehmen kann/will hat die Möglichkeit, sich verständigen zu lassen, sobald die Dokumentation des Forums erschienen ist. Kurze Mail bitte an: oefd@Eunet.at


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