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IPPNW Österreich (OMEGA)

International Physicians for the Prevention of Nuclear War - Austria

 
Europäisches IPPNW Symposium in Aubagne Drucken
Geschrieben von Dr. Klaus Renoldner   
Tuesday, 8. August 2006

Am 29. und 30. Oktober 2005 trafen sich in Aubagne bei Marseille ca. 60 Vertreter der IPPNW aus 24 Staaten Europas und des Mittelmeerraums mit John Loretz, dem Programm-Koordinator des Central Office der IPPNW in Boston. Anwesend waren auch die beiden Co-Präsidenten der IPPNW, die Professoren Ron McCoy aus Malaysia und Gunnar Westberg aus Schweden.


Um einen kurzen Überblick zu bieten, seien hier die wichtigsten internationalen IPPNW-Projekte für 2006 genannt:

Kampagne für eine Nuklearwaffen-Konvention

  • Small Arms (Schwerpunkte in Lateinamerika und Afrika)
  • Dialog mit Entscheidungsträgern (in allen NW-Staaten)
  • Nuclear Weapons Abolition Alliance
  • Nuclear terrorism Response
  • Iraq Health Monitoring Project
  • Nuclear Weapons Inheritage Project (von den Studenten organisiert)
  • Dialog mit Nordkorea

Dazu kommen weitere lokale Projekte. Besonders beeindruckend waren Studentenberichte aus Palästina und aus zahlreichen anderen Ländern im Rahmen der vor allem von der deutschen IPPNW organisierten Programme: Famulieren und Engagieren.
dazu gehören u.a. Austauschprojekte mit Ägypten und Ost-Timor.
Die IPPNW-Studenten initiierten auch das zweimonatlich erscheinende Studentenmagazin „e-pulse“

Unentwegt und unverdrossen im Mittelmeerraum unterwegs zeigte sich Prof. Abraham Behar aus Paris, früherer europäischer Co-Präsident. er zeigte Fotos von Nuklearreaktoren aus dem Iran und berichtete über die israelischen Nuklearanlagen, einen algerischen Plutoniumreaktor, einen ägyptischen Reaktor, einen älteren Reaktor in der Nähe von Rabat in Marokko und über den Dialog mit Kollegen und Vertretern aus den genannten Staaten.

Im Zentrum aller IPPNW-Initiativen und –Projekte steht die Frage, mit welchen Maßnahmen der ins Stocken gelangte nukleare Abrüstungsprozess wieder in Gang gebracht werden kann. (Über die gescheiterte NPT-Konferenz in New York im Mai 2005 wurde in den letzten OMEGA-News berichtet) Dabei spielt die Zusammenarbeit mit der weltweiten Initiative der Bürgermeister (Mayors for Peace) eine Rolle, aber auch neuerliche Überlegungen, Strategien wie seinerzeit beim OTTAWA-Prozess (Landminen-Verbots-Vertrag) anzuwenden. Es wird auch diskutiert, den Internationalen Gerichtshof in Den Haag neuerlich zu befassen. Der hatte 1996  nach vierjährigen Bemühungen der IPPNW und weiterer NGOs seine berühmte Advisory Opinion verkündet, in der Androhung und Einsatz von Nuklearwaffen als völkerrechtswidrig erkannt werden.
 

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